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Was sind eigentlich Pfadfinder?

Pfadfinder sein ist mehr als eine Freizeitgestaltung. So lernen die kleinen Wölflinge ausschließlich spielerisch, zum Beispiel im Rahmen eines Stadtspiels verschiedene Aufgaben zu lösen. Dabei steht aber immer Spaß und Spiel im Vordergrund. Trotzdem wird gleichzeitig eine Menge über die eigene Heimat gelernt, aber auch der Umgang mit fremden Menschen, bei denen man Informationen zur Lösung der Aufgaben erfragen muss. Mit der Aufnahme in die jeweils nächsthöhere Altersstufe verschiebt sich der Schwerpunkt immer mehr vom Spiel- zum Verantwortungscharakter.

Omas über die Straße bringen?

Fast jeder hat eine Vorstellung davon, was Pfadfinder so alles machen. Das reicht von Lagerfeuerromantik bis “ Omas über die Straße bringen” … alles nicht ganz falsch. Aber bei den Pfadfindern kann man noch viel mehr erleben: Spiel, Sport, Handwerk, Musik, Fahrten, Lager und jede Menge Spaß.

“ Learning by doing ”, also “ Lernen durch praktisches Tun “ heißt ein wichtiger Grundsatz pfadfinderischer Arbeit. Im Gegensatz zum hauptsächlich theoretischen Lernen in unserem Schulsystem sind Pfadfinder in der glücklichen Lage, Freiraum und Zeit zum Ausprobieren zu haben.

So essen die Pfadfinder nicht einfach nur: sie lernen gleichzeitig selber zu kochen – und zwar möglichst lecker und ohne Konserven.

Das Kleingruppensystem

Sippen, also kleine Gruppen meist gleichaltriger Kinder, erleichtern es, Freundschaften zu schließen, Vertrauen zu fassen und tragfähige Beziehungen zu bauen.

Der Einzelne entdeckt seine Stärken, entwickelt sie und fördert damit das ganze Team.

Persönliche Schwächen können in der Sippe aufgefangen werden.

Pfadfinder werden geprägt von ehrenamtlichen Mitgliedern des Stammes. Sie sind Vorbilder auf gleicher Augenhöhe: es macht Spaß, sich mit ihnen zu messen, ihrem Vorbild nachzueifern – oder sie gar zu überholen.

Die Entstehungsgeschichte

1907 gründete Lord Baden Powell (BiPi) in England eine Jugendbewegung: die Pfadfinder.

Er selbst merkte es als Kind bei seinen Streifzügen durch die Wildnis und bei Segeltouren mit seinen Brüdern, dass die Natur den Menschen viel bietet, wenn man sich in ihr zurechtfinden kann.

Später als Erwachsener bemerkte er sein erzieherisches Talent und entdeckte, dass Jugendliche zu großen Leistungen fähig sind, wenn man sie richtig anleitet und ihnen Verantwortung überträgt.

Sein Traum war es, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Glaubens oder Besitzes in Frieden miteinander leben. Nächstenliebe, Naturverbundenheit und Hilfsbereitschaft sind damals wie heute die wesendlichen Eigenschaften eines Pfadfinders.

1907 führte BiPi das erste Pfadfinderlager mit 26 Jungen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten durch.

Natürlich fanden auch Mädchen gefallen daran, ihre Freizeit in der Natur zu verbringen. Und so entstand schon 2 Jahre später die erste Mädchengruppe, welche anfangs von BiPis Schwester und kurze Zeit später von seiner Frau geleitet wurde.

Heute gibt es weltweit ca. 24 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in über 160 Ländern.

Pfadfinder wollen diese Welt ein wenig besser verlassen, als sie sie vorgefunden haben!