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Chronik des Stamms Tscherkessen

Der Stamm Tscherkessen, gegründet beim Pfadfinderbund des Saarlandes, gehörte zwischenzeitlich zum Bund Deutscher Pfadfinder BDP, und zur Zeit zum Saarländischen Pfadfinderbund SPB.

Gegründet wurde der Stamm Tscherkessen im Jahre 1949, 4 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges.

Gründungsmitglieder waren Siegfried Adam, Richard Pitsch, Karl Heinz Groß, Rolf Selzer, Helmut Knörr und Rainer Schmitt.

Gründungsort war ein Frisörgeschäft in der Brückenstraße in Saarbrücken.

Der Stamm gehörte zum Pfadfinderbund des Saarlandes. Die Pfadfinderei bestand darin, auf Fahrt zu gehen, Gruppenstunden besuchen und zu singen .

Die Fahrten zu Fuß oder mit dem Fahrrad gingen in die saarländischen Jugendherbergen, zum Zelten in die freie Natur, mit dem Rad bis in die Alpen, mit dem Bus durch Österreich und als die Grenzkontrollen lockerer wurde, auch nach Frankreich.

In den Gruppenstunden wurde sehr viel gesungen, es wurde die Idee Baden Powells gelehrt und umgesetzt, wozu das Erlernen der Techniken des Überlebens in der freien Natur gehörte.

Der Stamm erhielt sein erstes Pfadfinderheim im Haus der Jugend in St. Arnual. Im Jahr 1956 wurde das Haus der Jugend zum Saarländischen Landestheater umgewidmet.

Alle Jugendlichen und die Jugendgruppen, die über Jahre dieses Haus als ihr eigen betrachtet hatten, standen auf der Straße. Der Stamm zog bezüglich Gruppenräume durch mehrere Schulen . Es war auf  Dauer ein unmöglicher Zustand.

Ein eigenes Heim, in dem man ohne Hausmeister, Rektoren und Lehrer angewiesen zu sein, die Pfadfinderei leben konnten, war die große Sehnsucht.

Nach intensiver Vorarbeit des Stammesführers Dieter Schumann und tatkräftiger Unterstützung durch den Bundesvorsitzenden Albert Otto Rottorf wurde im Jahr 1957 der Grundstein für das Pfadfinderheim am Ordenspfad 12 in Alt Saarbrücken gelegt.

In gemeinsamer Anstrengung aller, vom Wölfling bis zum Ranger / Rover und auch des Elternkreises und vieler Leute aus Alt- Saarbrücken, wurde das Pfadfinderheim, so wie es heute noch die Heimat des Stammes Tscherkessen ist, in Eigenleistung gebaut.

Finanziert wurde das Heim durch öffentliche Mittel, Taschengelder der Stammesmitglieder, Sammlungen und Spenden. Es enthält 2 Gruppenräume, eine Küche , eine Werkstatt, Duschraum Toiletten und unter der einen Hälfte des Daches ist unser Material für Lager untergebracht und die andere Hälfte dient als Schlafmöglichkeit.

Im großen Gruppenraum befindet sich ein Kaminofen zum Feuer machen, denn das gehört einfach zur Pfadfinderei dazu. Im Heim gehört ein ca. 1000 qm großes Gelände auf dem wir unsere Jurten, Kothen und andere Zelte aufbauen, zur Übung und zum Übernachten natürlich. Es finden Feierlichkeiten auf unserem Gelände statt. In Pflanzringen haben wir einen kleinen Garten angelegt damit die Kinder es lernen, Kräuter, Obststraucher und verschiedene Pflanzen zu unterscheiden.

Von diesem Haus aus starteten und starten immer noch viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu großen und kleinen Fahrten.

Jeder, vom Wölfling an, ist mit verantwortlich das Haus sauber und in Ordnung zu halten . Alle Reparaturen und evtl. Umbauten werden in eigener Leistung erbracht, wobei die Älteren ihre handwerklichen Fähigkeiten den Jüngeren vermitteln.